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Cherry Tree Lane - Film-Review | Filmkritik |
| Geschrieben von: Morbid Beast | ||||||
| Mittwoch, den 30. November 2011 um 20:06 Uhr | ||||||
„Cherry Tree Lane" ist neues Terror-Werk, stammt aus der vielversprechenden Störkanal-Schmiede, somit dürfte nichts mehr anbrennen...
...und so verhält es sich auch, „Cherry Tree Lane" konnte überzeugen und reiht sich in der Terror-Liga mit breiter und erhobener Brust ein. Ob es für die Terror-Krone reichte, das liest du in den nächsten Abschnitten, davor noch einige Zeilen zum Plot...
Das Ehepaar Mike und Christine essen zu Abend. Mike lästert über seinen drogensüchtigen Sohn, die Mutter hingegen nimmt diesen in Schutz. Das sinnlose, kalte Gespräch zeugt von einer krisengeschüttelten Ehe. Die trostlose Kommunikation sollte jedoch ein abruptes Ende finden, als es an der Tür klingelt. Christine öffnet diese, wohl der schwerwiegendste Fehler in Ihrem Leben...
Kompromisslose Jugendliche stürmen das Wohnzimmer, schlagen Mike und Christine zu Boden und fesseln diese. Daraufhin machen es sich die Kids auf der gemütlichen Coach bequem, plündern den Kühlschrank und essen Kekse – Mike und Christine bleiben verstört zurück...
Somit ist „Cherry Tree Lane" neuer Terror-Streifen, wie man ihn bereits zu Genüge kennt: Fremde dringen in heimische Gefilde ihrer Opfer ein und verbreiten Gewalt und Terror, letztere stehen diesen Taten ohnmächtig und fassungslos gegenüber. „Funny Games" oder "Inside" haben es vorgemacht und zeigen auf beeindruckende Art und Weise wie fesselndes und elektrisierendes Terror-Kunstwerk aussehen kann.
Nun, ich nehme es vorweg, für die Terror-Krone reicht es für die "Kirsch-Baum-Straße" nicht, eben genannten Werken kann diese nicht das Wasser reichen. Was lief schief? Man könnte sagen: „Eigentlich nicht viel.".
Grundsätzliche Kritikpunkte konnten keine ausgemacht werden. „Cherry Tree Lane" kommt recht früh in die Puschen, packt seine Zuschauer am Schlaffitchen. Die schauspielerischen Darbietungen können überzeugen, die Gemütszustände der Täter und Opfer kommen beim Zuschauer an, reißen diesen ein Stück weit mit und lassen diesen in die missliche Lage unserer gepeinigten Opfer eintauchen und mitfühlen. „Cherry Tree Lane" ist vollends sauber initiiert - zu keiner Zeit amateurhaft oder gar langweilig - der Film-Stab hat zweifelsfrei seine Hausaufgaben gemacht.
Dass es schlussendlich keine Top-Bewertung gibt liegt darin, dass keine neuen Impulse gesetzt wurden. „Funny Games" spielt in einer ganz anderen Liga, lassen nicht nur die gepeinigten Protagonisten, sondern auch seine Zuschauer verstört und mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch zurück. „Cherry Tree Lane" kann hierbei nicht mithalten, verhält sich behäbiger und gemäßigter. Wirklich blutig oder brutal wird es auch nicht, „The loved ones" oder „Inside" haben es vorgemacht wie es geht. "Klar, das macht noch keinen guten Film", wird der eine oder andere zu recht sagen. Doch in irgendeinem Punkt sollte man die Nase vorne haben, wenn man der Konkurrenz enteilen und zeigen möchte, wie ein heftiger Kinnhacken auszusehen hat. Das Ende hält ebenfalls keine Überraschungen parat, haut einen nicht vom Hocker und lässt einige Fragen offen – eben nichts Spektakuläres, das ein „Wooowww" von den Lippen des Zuschauers entlocken könnte.
Ich bin mir sicher, „Cherry Tree Lane" kommt einfach einige Jahre zu spät. Hätte zu früherer Zeit mehr Aufsehen auf sich gezogen, als es dieser Streifen heute tun wird. Es fehlt diesem an neuen, eindringlichen Impulsen, mit denen man seine Zuschauer durchwegs schocken und unterhalten kann. Lange Rede kurzer Sinn: Die Konkurrenz ist ganz einfach um ein bis zwei Nasenlängen voraus... Filmkritik-Fazit: Cherry Tree LaneTerror-Hounds dürfen zuschlagen, „Cherry Tree Lane" wird diese nicht enttäuschen. Aber auch Subgenre-Neulingen möchte ich dieses Terror-Kunstwerk empfehlen, weil dieses nicht ganz so atemraubend ist, geschweige seine Zuschauer so extrem verstört zurück lässt wie man es von anderen Werken kennt. Für den Anfang sollte das mal reichen... Bewertung: 70%
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Film-Informationen: Cherry Tree LaneHorrorfilm-Trailer: Cherry Tree Lane
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